Noch 1 Woche…

In genau einer Woche liege ich (hoffentlich) schlafend im Krankenhausbett mit Leck-mich-am-Arsch-Pille und träume der OP am Morgen entgegen. EINE Woche! Unglaublich. Nach 10 Jahren ist es jetzt nur noch 1 Woche. Und dann einfach hinlegen, einschlafen, aufwachen, wieder einschlafen, wieder aufwachen – das wars. Ich denke, das krieg ich hin.

Boah, ich mach hier Witze – dabei geht mir die Düse! Ich bin nervös und hibbelig und… ein bisschen ungeduldig. Und ich bin bereit. Endgültig. Also ich meine, ich hab jetzt alles zusammen – auch den Dildo. Hübsch isser. Lang, glatt, 3 cm dick und pink. Metallic-pink! Und Nachthemden hab ich gekauft. Zwei hübsche, geblümte, lange Baumwollnachthemden. Nicht, dass ich nicht genügend Nachthemden hätte, aber man kann ja nie wissen. Und meine alten Miederhosen hab ich auch wieder gefunden in den Untiefen der restlichen Umzugskartons. Somit hab ich jetzt alles parat, was mir von der Klinik freundlicherweise an Nützlichem vorgeschlagen wurde. Die Bestätigung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse war auch heute (also gestern) in der Post. Also alles da, alles fertig, alles bereit.

Was mach ich denn jetzt die kommenden 7 Tage?

Glücklicherweise hat Judith ja Urlaub und wir geniessen die Zeit. Jetzt wirklich. Heute zum Beispiel. Wir haben lang geschlafen, gekuschelt, geredet, gefrühstückt und Pläne gemacht und sind dann Bummeln gegangen. Alles ohne Hektik. Und morgen gehen wir „floaten“. Also heute. Äh… Dienstag! Dafür hatten wir nen Gutschein bei „DailyDeal“ erworben und der verfällt im Februar. Da niemand weiss, ob ich bis dahin wieder zu sowas fähig bin, muss es halt noch vorher sein – und morgen (also heute… ach, egal) haben wir nen Termin gekriegt. Eine Stunde im warmen Salzwasser rumdümpeln – schwerelos dahintreiben. Ich freu mich drauf.

Und meine Aufregung wandelt sich. Aus Angst wird Vorfreude. Aus Fragen Zuversicht. Auch wenn mein Hormonhaushalt wegen des fehlenden Östrogens verrückt spielt (seit einer Woche nehm ich keine Hormone mehr – das muss sein wegen des Thrombose-Risikos bei einer OP) und sich das Testosteron wieder stereotypisch unbeliebt macht, habe ich es doch geschafft – nicht zuletzt durch die Kraft und den Beistand von Judith – mich uneingeschränkt auf das unmittelbar bevorstehende Ziel zu freuen. Und weil wir heute wieder im Sex-Shop waren, hab ich mir gleich auch noch was Neckisches gekauft. Bald werde ich hübsche kleine Nichtse tragen können – OHNE was drunter. Bald. Endlich.

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2 Antworten zu “Noch 1 Woche…

  1. *Mich richtig reinversetz, sämtliche Daumen drück und fast schon selbst mitfiebere*

    In gewisser Weise bist Du danach quasi „neugeboren“ und nur noch kalendermäßig von einem „Christkind“ entfernt 😉

  2. Liebe Susi,

    ich wünsche dir alles erdenklich Gute für die bevorstehende OP und die Zeit danach. Ein kleiner Schnitt, aber ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu dir selbst.

    Lass mal von dir hören, wenn’s gelaufen ist,

    Robert

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