Terminlotto

Susanne hat’s ja gerade geschrieben, aber ich muss es auch noch mal aus meiner Perspektive loswerden: Die letzten zwei Tage hatten teilweise echt was von einer Kneipp-Kur.

Gestern die Aktion, dass sie bereits diesen Donnerstag hätte operiert werden können, wenn sie gewollt hätte. Als sie mir das am Telefon sagte – ich war gerade unterwegs zur Arbeit – dachte ich, ich wäre vor einen Bus gelaufen. In drei Tagen. Verlockend. Erschreckend. BALD! Keine Zeit zum Nachdenken, keine zum Angst entwickeln oder kalte Füße kriegen. Aber auch keine zum Vorbereiten, Besinnen, Ruhigwerden, Runterkommen, Abschied nehmen, keine zum Bewusst werden. Ich habe ihr die Entscheidung überlassen, obwohl ein Ja zum Spontan-Termin jobtechnisch für mich stressig geworden wäre, aber ich bin im Endeffekt froh, dass sie sich für die ursprüngliche Variante und gegen das „Schnell-hinter-sich-bringen“ entschieden hat.

Allerdings war der Plan ja heute direkt wieder Makulatur. Und das in einem Moment, in dem wir beide den Kopf absolut nicht frei hatten. Jetzt war die Frage nicht mehr, OB der Termin vorverlegt wird, sondern um wieviel: zwei oder sechs Tage. Gegangen wäre beides für uns, und beides hätte seine Vor- und Nachteile gehabt. Aber auch hier haben wir uns gegen die Hektik-Variante entschieden (Susanne ist das erste Dezemberwochenende nochmal bei ihrer Familie, und nach der Rückkehr wäre es bei dem früheren Termin sehr bald losgegangen mit den Vorbereitungen) und für die, die am nächsten am eigentlich geplanten 16. Dezember lag.

Aber es ist schon irre, was so eine kleine Terminverschiebung auf einmal auslösen kann. Daran merke ich erstmal, wie schwer dieses Ereignis doch wiegt für uns, dass uns eine Verschiebung um weniger als eine Woche so aus dem Konzept bringen kann – und vor allem, dass sie auch noch die Wahl hatte, dass sie sich selbst entscheiden musste.

Als der Termin dann aber wieder feststand, ging’s uns beiden wieder besser. Faktisch ist er einfach zwei Tage nach vorn gerückt – also hat sich quasi nichts verändert, vor allem, wenn man es in Relation zu Susannes langem Weg bis hierhin setzt. Außer, dass es jetzt etwas wahrscheinlicher ist, dass wir Silvester in Köln und nicht in Krefeld feiern. Mit Dosen-Prosecco. *gg*

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Eine Antwort zu “Terminlotto

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